“KV Net” der JuLis Niedersachsen nimmt Arbeit auf

Am Anfang stand die Idee, Mitglieder auch während des Studiums, Jobs außerhalb Niedersachsens weiter aktiv beteiligen kann, denn bei einem politischen Jugendverband treten solche Situationen naturgemäß häufiger auf als in anderen Vereinen. Und so gründete sich bereits im Juli ein “Netz-Kreiverband”. Ein Kreisverband also, der an keinen bestimmten Ort gebunden ist und über Internet und Telefon all das tut, was gewöhnliche Kreisverbände auf ihren Stammtischen und Versammlungen machen: Vorstände wählen, Anträge beraten, diskutieren und Abstimmen.

“Das ganze Konzept ist nicht nur für uns Beteiligte etwas vollkommen Neues, sondern soweit wir wissen auch generell bei politischen Jugendorganisationen in Deutschland,” sagt Daniela Düvel, die auf der ersten offiziellen Telefonkonferenz des zur Zeit etwa 20 Mitglieder zählenden Verbandes zur Vorsitzenden gewählt wurde. Der in Harburg lebende Jan Filter, im Vorstand für die Organisation zuständig, fasst die ersten vier Wochen des “Kreisverbandes ohne Kreis” so zusammen: “Es ging jetzt natürlich vor allem um organisatorische Fragen, beispielsweise wie oft wir eigentlich so Telefonkonferenz brauchen, welche Tools wir für die gemeinsame Bearbeitung unserer Anträge nutzen wollen, ob wir eine Internetseite brauchen und Ähnliches.”

Nachdem aber diese Dinge alle geklärt waren, hat der KV Net am vergangenen Dienstag auf seiner zweiten Telefonkonferenz bereits rein programmatisch arbeiten können. Beschlossen wurde ein zuvor von vielen Mitgliedern des Verbandes gemeinsam bearbeiteter Antragsentwurf zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Chirurgen, der nun auf dem nächsten Landeskongress der JuLis Niedersachsen dem gesamten Landesverband zur Abstimmung gestellt werden wird. Gefordert werden darin unter anderem eine gerechtere Vergütung, bei der auch Weiterbildungen oder Dokumentationsarbeiten berücksichtigt werden.

In der zweistündigen Telefonkonferenz gelang es außerdem, einen weiteren Antrag vorzubereiten, der nun ausformuliert und auf der kommenden Telefonkonferenz besprochen werden wird. “Da wird es um Verkehrspolitik gehen,” berichtet der Hannoveraner Justus Hautz, im Vorstand für die Programmatik zuständig, “konkret wollen wir den Weg zum Führerschein an verschiedenen Stellen reformieren, mehr wird aber im Moment noch nicht verraten.”

Geplant ist die nächsten Telefonkonferenz für Anfang September. Wer mehr über den Netz-Kreisverband erfahren will, findet alle wichtigen Daten und Informationen auf seiner Website kreisverband.net.

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